Wenn der Wind günstig steht, ermöglicht es mir der Tarnanzug, die Wildtiere nicht nur von einer erhöhten Kanzel aus, sondern ebenerdig zu filmen.  © Torsten Richter

über mich

Biologe und Naturfilmer

sebastian koerner 01© Karsten NitschSchon als kleiner Junge (*1963) wollte ich Tierforscher und Tierfilmer werden. So gelangte ich ohne Umschweife zum Studium der Biologie an der Universität Osnabrück. Mein Schwerpunkt war dabei die Öko-Ethologie. Diese Fachrichtung versucht herauszufinden, welche Verhaltensweisen Tiere aufgrund welcher Anforderungen ihres Lebensraumes entwickeln. Schon während des Studiums fotografierte ich leidenschaftlich gern.

Naturschutz international

Anfang der 90er Jahre war ich zuerst Mitarbeiter und später Leiter der NABU-Naturschutzstation Kranenburg am Unteren Niederrhein. In dieser Zeit haben wir dort u. a. fachkundig geführte Busexkursionen zu den überwinternden nordischen Wildgänsen etabliert. Mitte der 90er Jahre arbeitete ich als International Officer für den spanischen Naturschutzverein ADENEX in der Extremadura. Danach baute ich die internationalen Beziehungen des Biosphärenreservates Schorfheide-Chorin in Brandenburg aus. Gleichzeitig initiierte ich ein EU-LIFE-Projekt zum Schutz der zahlreichen Gewässer dort, das ich dann von 1999 bis 2003 koordinierte.

Naturschutz mit der Kamera

Neben der Umsetzung von Naturschutzprojekten hat die Naturschutz-Öffentlichkeitsarbeit höchste Bedeutung für mich, und hierbei immer mehr der Naturfilm. Zu Beginn des neuen Jahrtausends begleitete ich zwei Expeditionen von Birdlife International auf der Suche nach Europas seltenstem Singvogel – dem Seggenrohrsänger. Danach erstellte ich mit meinem Kollegen Andreas Matthews im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz sechs kurze Dokumentarfilme über die verschiedenen Aspekte des Projektes „Naturschutzhof Brodowin", in dem es um die Verbesserung des Naturschutzes im Ökolandbau ging. Meine Aufnahmen trugen zu Filmen über den Schutz von Kranichen und Seeadlern in Deutschland bei.

 

Wilden Wölfen auf der Spur

Seit 2002 unterstütze ich – zunächst ehrenamtlich und später freiberuflich - Arbeiten im Rahmen des Sächsischen Wolfsmonitorings durch das Wildbiologische Büro LUPUS. Seit 2003 versuche ich, die verschiedenen Wolfsfamilien mit der Filmkamera zu beobachten. Meine Aufnahmen wurden in zwei Dokumentationen von NDR-Naturfilm/DocLights Studio Hamburg über die Wölfe in der Lausitz verwendet. Der 45-Minuten-Film "Deutschlands wilde Wölfe - wie sie wirklich sind" ist meine erste eigene Produktion, in der ich für Buch, Regie und Kamera verantwortlich zeichne.